Risiko zum richtigen Zeitpunkt

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27. Mai 2017
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Risiko zum richtigen Zeitpunkt

RennIntelligenz

Motorsport ist deshalb so faszinierend, weil die Fahrer innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen müssen. Gasgriffstellung, Lenkereinschlag, Strategie, Position des eigenen Motorrads und der Konkurrenten: alles ändert sich auf der Rennstrecke in Bruchteilen von Sekunden. Die Fahrer müssen jede Bewegung der Konkurrenten um sie herum antizipieren, analysieren und blitzschnell reagieren können. Von einer hohen Rennintelligenz spricht man, wenn Fahrern, die nicht nur schnell fahren können, sondern darüber hinaus in der Lage sind, Rennsituationen jederzeit richtig einschätzen zu können und entsprechend zu reagieren.

Dein Kopf macht das Rennen

Wie du vielleicht weiß, sieht von außen alles so wunderbar einfach aus. Wir ändern beim Motorrad fahren mit dem entsprechenden Hilfsmittel das Tempo und die Richtung. Das ist eigentlich alles, nicht mehr und nicht weniger. Wenn alles richtig funktioniert, sind Tempo- und Richtungsänderung präzise und exakt bemessen.

Doch was passiert bei Fehlern? Es gibt nur sechs Möglichkeiten: das ändern des Tempos oder die Richtung oder von beiden zur falschen Zeit oder in der falschen Größenordnung.

„Wenn du fährst, muss du versuchen, alles andere zu vergessen. Denke nicht über den Rest deines Lebens oder den Rest der Welt nach. Versuche, all das zu vergessen, und denke nur an die Straße oder die Strecke und das Motorrad. Es ist nicht immer leicht, sich auf das Motorrad zu konzentrieren. Manchmal merkst du, dass ein Teil deines Gehirns die Maschine fährt, über die Reifen nachdenkt und die Strecke betrachtet, und der andere Teil denk über ein Mädchen, einen Freund oder ein Lied nach.“ (Valentino Rossi)

Der Fahrer ist ein wichtiger Teil des Motorrades, also muss du verstehen, dass du ein Teil der Maschine bist. Du musst eine gute Beziehung zu deiner Maschine aufbauen und eins mit ihr werden.

Es gibt Fahrer, die Unsummen in super Fahrwerkskomponenten und noch mehr Geld in klebrige Reifen gesteckt haben. All das hat ihnen allerdings nicht wirklich zu besseren Rundenzeiten verholfen.

Die Frage ist doch: Wann hast du das letzte Mal darüber nachgedacht, was du beim Erreichen einer Kurve Neues versuchen könntest?

Zu verstehen, was man tut oder nicht tut und wann, wird dir langfristig mehr bringen, als du dir vorstellen kannst.

Lernen, modellieren und formen durch Modelling

Unsere Persönlichkeit ist individuell und Ausdruck unserer Werte, Ziele, Glaubenssätze und der Prägung durch Elternhaus und Umfeld. Dabei gibt es immer wieder Facetten der eigenen Persönlichkeit, die das Leben erschweren und Erfolg verhindern. Fast jeder kennt Situationen, in denen er gern kompetenter wäre, sich anders verhalten möchte und sich mehr Gelassenheit und Souveränität wünscht.

Zwei Faktoren entscheiden (nicht nur) im Motorsport über Sieg und Niederlage: das Training (Tun) UND die Stimmungslage im Moment der Entscheidung!

Unsere Gefühle haben einen direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Natürlich sind im Spitzensport neben einer richtigen Ernährung auch die optimale körperliche Vorbereitung äußerst wichtig. Doch sollte sich jeder Rennfahrer auch bewusst sein, dass die aktuelle Stimmungslage während des Rennens einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis hat.

Modelling ist beschleunigtes Lernen

Basierend auf der Grundannahme, dass jeder Mensch erreichen kann, was für jeden anderen Menschen ebenfalls erreichbar ist, werden Verhalten, Strategien oder Denkweisen von anderen Menschen bewusst oder unbewusst modelliert.

Der Prozess des Modelling analysiert und beschreibt die Muster einer spezifischen menschlichen Fähigkeit und überträgt sie in eine Sequenz von eigenen Erfahrungen und Handlungen.

Dabei ist der Mensch, der das gewünschte hat, tut, kann, denkt/weiß oder ist, das Modell und wird auf den relevanten logischen Ebenen untersucht.

Bei deiner Wahl des Modells ist es sinnvoll, jemanden als Modell zu suchen, der schnell und gern gelernt hat, denn er wird vermutlich eine bessere Strategie zu Verfügung haben als jemand, der erst nach langer Zeit und großen Schwierigkeiten zum Ziel gekommen ist.

Im einfachsten Fall geht es darum, ein Verhalten zu übernehmen durch Nachmachen dessen, was man sieht, hört oder spürt.

DIE 4 WICHTIGSTEN TIPPS FÜR CLEVERE RENNFAHRER

  • Verhalten in Zweikämpfen

  • Rennstrategie

  • einstellen auf das Motorrad

  • Mentale Stärke

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